Agenda Alternativ e.V. > Event > NSU – Blick in den Abgrund
24 März, 2017
19:00
Haus der Vereine, Eibenstocker Straße 31, 08340 Schwarzenberg

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nsu

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Mehr als 5 Jahre ist es nun her, dass eine Meldung über ein in Flammen aufgegangenes Wohnmobil in Eisenach zur Enttarnung des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) mit seiner gefühlt endlosen Schlange von Unterstützer_innen und Beteiligten führte. Diese Liste des Netzwerks an Menschen, die die Taten des NSU direkt oder indirekt ermöglichten führt auch bis die Gegend des Erzgebirges. Drei Menschen werden als der Kern der neonazistischen Terrorbande verstanden Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe.
Bald nach dem Wohnwagenbrand, dem Fund der Leichen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Eisenach und dem durch Beate Zschäpe (die sich wenige Tage danach stellte) verursachten Wohnungsbrand in Zwickau wurde das Ausmaß deutlich: 9 rassistisch motivierte Morde, Mord an einer Polizistin und lebensgefährliche Verletzung ihres Kollegen, Sprengstoffanschläge mit vielen Verletzen und Raubüberfälle und das im Zeitraum von 1998 bis 2011. Endlich standen Familien und das soziale Umfeld der Opfer nicht mehr im Visier der Ermittlungen, standen sie doch jahrelang unter Verdacht. Mit der Entdeckung des NSU und seinen schrecklichen Taten kamen auch Verstrickungen von Polizei und deutschen Geheimdienstbehörden ans Tageslicht, die bis heute unzureichend reflektiert, rekonstruiert und aufgedeckt sind.

Rund um diesen Komplex soll sich diese Abendveranstaltung drehen, dabei sollen die Skandale rund um den NSU beleuchtet und diskutiert werden.
Wir haben Friedrich Burschel eingeladen, er ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Er ist akkreditierter Korrespondent des nicht-kommerziellen Lokalsenders Radio Lotte Weimar im NSU-Prozess und Mitarbeiter des Internetprojektes NSU-Watch (nsu-watch.info).

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der Neonazi-Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.