Agenda Alternativ e.V. > Berichte > Stolpersteinverlegung in Johanngeorgenstadt

Zwei Jahre arbeiteten wir an dem Projekt „Stolpersteinverlegung in Johanngeorgenstadt“. Am 31. Juli 2015, um 9.00 Uhr, wurden die fünf Stolpersteine, an der Eibenstocker Straße 24, verlegt. Diese erinnern nun an die Familie Lewinsohn und deren Handschuhfabrik. Insgesamt 40 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

Der Bürgermeister Holger Hascheck begrüßte zu Beginn alle Menschen. Danach berichteten wir über die Entstehung und den Verlauf des Projektes. Stark unterstützt wurden wir dabei von Christine Schmidt und Diethard Am Ende. Seine Familie war eng befreundet mit der Familie Lewinsohn. Durch seine Forschungsarbeit konnte er viele Fakten zur Umsetzung des Projektes beitragen und während der Verlegung einiges erzählen.

Auch Petra Zais (Die Grünen) und Volkmar Zschocke (Die Grünen) waren bei der Verlegung dabei. Petra Zais sprach sich für die Arbeit des Vereins aus und lobte das Projekt.

Zudem war Martin Schmidt, von der Sächsischen Jugendstiftung, unserer Einladung zur Veranstaltung nachgekommen. Durch die Fördergelder der Sächsischen Jugendstiftung und die Einnahmen aus der Tombola vom ersten Stains in the Sun Festival konnte die Verlegung der Stolpersteine realisiert werden. Weiter konnten wir durch die Gelder eine Broschüre zum Leben der Familie Lewinsohn erstellen, welche bald in der Touristeninformation der Stadt zu erhalten ist.

Zum Abschluss berichtete Gunter Demnig über seine Erfahrungen beim Verlegen der Stolpersteine. Er habe schon 50.000 Steine in ganz Europa verlegt. Die Arbeit wäre für ihn keine Routine, da er immer wieder neue Menschen kennenlernen würde, die sich aktiv mit der Geschichte auseinandersetzen. Das wolle Gunter Demnig unterstützen.

Auch erfuhr er schon Kritik für seine Stolpersteine. So erhielt er den Vorwurf, dass Menschen auf den Geschichten der Opfer herumtrampeln würden. Dazu sagte Gunter Demnig, dass ein Junge ihm mit einem Satz Mut gemacht habe, seine Arbeit weiterzuführen. Er hatte gesagt: „Ist doch klar, warum die Dinger Stolpersteine heißen- man stolpert eben darüber, mit dem Herz und mit dem Kopf!“

Bilder der Stolpersteinverlegung in Johanngeorgenstadt

Presseberichte

Ein Bericht der Freien Presse findet sich hier >

Ein Bericht aus dem Erzgebirgsblick findet sich hier > und hier >

Broschüre

Die im Rahmen dieses Projekts entstandene Broschüre findet sich zum Download als PDF Dokument hier >

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